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VW Polo Fun contre Citroën C3 X-TR

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VW Polo Fun contre Citroën C3 X-TR

VW Polo Fun contre Citroën C3 X-TR 2

poids de mouche

Plastik-Kosmetik macht aus braven Kleinwagen Pseudo-Geländegänger: Doch ihre Eigenschaften verändern die beiden nicht. Im Test treten die 1,4-Liter-Benziner gegeneinander an.
17.450 Euro für den Fun mit einem 86-PS-1,4-Liter und 16.090 Euro für sein 88 PS starkes französisches Pendant X-TR übersteigen manches Einsteiger-Budget.
Der Citroën tritt mit mattschwarz armierter Wanderstiefel-Optik auf. Er scheint kleine Parkrempler lässig wegzustecken. Dem Polo Fun dagegen verhelfen die passgenauen, lackierten Anbauteile plus Dachreling zu einer wie aus dem Vollen gefrästen Optik à la Baby-Touareg.
Dafür hält der FSI-Motor nicht ganz, was der selbstbewusst-stämmige Auftritt des Fun vorgibt. Der 86 PS starke Benzindirekteinspritzer wirkt vor allem im unteren Drehzahlbereich schlapp. Anders der 1,4-16 V des Citroën. Mit kernigem Klang und typischen Vibrationen dreht er bis 6500/min und steckt den deutlich kultivierteren Polo-Streber in den Sack.
Geschmackssache ist hingegen das beim X-TR serienmäßige automatisierte Fünfganggetriebe namens Senso Drive. Es schaltet entweder automatisch oder manuell per Hebel oder Paddel neben dem Lenkrad.
Polo mit präzisem Fahrverhalten
Das konventionelle Polo-Getriebe ist ähnlich präzise wie das Fahrverhalten. Und so brät der Fun dem in Sachen Fahrdynamik eins über, obwohl mit dem um 15 Millimeter höheren Schlechtweg-Fahrwerk ausgestattet.
Straffe Dämpfer unterbinden störendes Wanken, und die serienmäßigen Niederquerschnittreifen der Dimension 215/40 ZR 17 stellen innigen Fahrbahnkontakt her, der Komfortsuchenden etwas zu intensiv gerät.
Anders der C3: „Entspann dich“, flüstert das weich abgestimmte Fahrwerk dem Piloten zu, bevor es ihn mit Wankbewegungen und deutlichem Untersteuern endgültig zur Ordnung ruft.
ESP kostet bei beiden extra
Ähnlich treibt es der Bremsassistent, der bereits bei verkehrsüblichen Manövern reinhackt und ungefragt die Warnblinkanlage einschaltet – ein Beitrag zur Sicherheit, der durch handfeste Features ergänzt wird: Sidebags vorn, sowie Kopfairbags vorn und hinten sind Serie. ESP kostet leider, wie beim Polo, extra.
VW kassiert zudem für Kopfairbags und Klima-Automatik, die der X-TR serienmäßig an Bord hat, Aufpreis. Als Trost verwöhnt der Polo Fun mit Schiebedach, Radio, Lederlenkrad und Sportsitzen.
Mit letzteren kann der C3 ebenfalls dienen. Die weiche Polsterung verrät jedoch ebenso den französischen Absender wie die trotzig-andersartige Cockpitgestaltung mit Digitaltacho und Breitband-Drehzahlmesser. Der Polo kontert VW-typisch mit DIN-mäßigen, nüchternen Eigenschaften, die ihm den Testsieg einbringen.